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Köln Part Two

Das ist sie also, die Stadt Köln. Ich war das letzte mal 2016 zur Gamescom da und gesehen habe ich leider kaum etwas von Köln. Die Anreise stellte sich bereits als sehr kompliziert heraus. ich meine Berlin ist dafür bekannt dass das Schienennetz sehr durcheinander ist aber Köln? Köln ist der Zauberwürfel der Bahnnetze. Also sind wir mal ehrlich, wer soll da noch durchblicken!

 

Schließlich habe ich es nach langem hin und her geschafft, zu meinem Hotel zu kommen, doch fing erst hier der Horror richtig an. An dieser Stelle verweise ich auf ein kommendes Video - Das Hotel des Grauens!

 

Doch bevor wir uns überhaupt mit der Frage „warum bin ich eigentlich in Köln“ beschäftigen, würde ich gerne von einer Situation erzählen, die mir genauso passiert ist.

 

Ich stand an einem Fahrkartenautomat im Hauptbahnhof in Köln, als sich plötzlich eine gestresste Frau vordrängelte und meinen Platz vor dem Automaten beanspruchte. Grundsätzlich bin in ein sehr freundlicher Mensch und ließ sie gewähren, vielleicht musste sie einen dringenden Anschlusszug bekommen. Jedenfalls scheiterte die Frau bei den letzten 50 Cent ihrer Fahrkarte. Aus irgendeinen mir nicht begreifbaren Grund, fiel das Cent Stück immer wieder durch das Raster. Ich bot der aufgeregten Frau meine Hilfe an und gab ihr ein 50 Cent Stück von mir. Ich sagte zu ihr das ihr das Geldstück Glück bringen würde. Sofort akzeptierte der Automat das Geld und die Fahrkarte wurde gedruckt. Die Frau wollte sofort ihre Schulden bezahlen und gab mir 2 Euro. Die Situation war ihr äußerst unangenehm zumal sie im

vollen Bewusstsein war, das sie sich dreist vorgedrängelt hatte. Die Frau verabschiedete sich freundlich und verschwand während ich mir meine Fahrkarte kaufte.

 

Als ich mir der Straßenbahn 18 zu meinem Hotel fuhr, begegnete ich einem Obdachlosen der mich freundlich nach etwas zu essen oder nach ein wenig Geld fragte. Ich kenne die Situation aus Berlin und ich weiß man kann bei der Fülle an Obdachlosen nicht jedem etwas geben, aber genau in dieser Situation hatte ich ja das Geld von der unfreundlichen Frau welches ich ihm gab. Der Mann war voller Freude und erzählte mir, das er sich jetzt etwas warmes zu essen kaufen konnte. Man sieht an diesem kleinen Beispiel die Komplexität vieler Dinge die auf dem ersten Blick „schlecht“ sind doch im Grunde passieren diese aus einem „höheren“ Grund. Ich möchte jetzt nicht das du denkst, ich seih eine dicke Esoterik-Lehrerin, so ist das nicht aber dieses Ereignis spiegelte einwenig die Tiefgründigkeit warum ich in Köln war.

 

Vor genau 7 Jahren - also 2011 spielte ich ein online Rollenspiel, in dem ich gerade eine besondere Mission (quest) auf dem planten Taris absolvieren musste. Es ging darum für einen Auftraggeber Samen einer bestimmten Pflanze zu suchen. Das Abenteuer begann von einem Stützpunkt aus, auf dem sich auch andere Spieler befanden. Dort fiel mir ein Spieler besonders auf und ich kann nicht einmal sagen warum es so war, da im Grunde sich alle Spieler ziemlich ähnlich sahen. Jedenfalls lief mir der besagte Spieler wenig später erneut bei meiner Mission über den Weg und ich fragte ihn, ob er mir helfen könnte. Wir kamen in ein Chat in dem wir uns sehr gut verstanden und das Gespräch verlagerte sich vom Spiel in die Realität. Wir hielten den Kontakt über Jahre, schafften es aber nicht uns zu treffen da er in Köln wohnte und ich in Berlin. Wir schrieben miteinander über die gesamten Jahre bis ich für mich die Entscheidung traf, 2018 möchte ich ihn endlich treffen. Ich finde den Zufall einfach zu groß das zwei Menschen sich zufällig in einem Game über den Weg laufen als dass das keine tiefere Bedeutung hatte. Ich wollte diese Bedeutung nun herausfinden.

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