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Stille Nacht 2018

Weihnachten 2018

 

Weihnachten das Fest der Liebe, der Familie und der Zusammenkunft. Das Fest welche kleinen Kinder mit großen Augen entgegen fiebern und Erwachsene mit steigender Ablehnung. Stress, Hektik, verstopfte Straßen und volle Geschäfte. Ein Fest welches vom Einzelhandel gepeitscht und Mitarbeiter zu Akkordarbeit verurteilt. Viel ist von der einst besinnlichen Weihnachtszeit nicht übriggeblieben.

 

Ich erinnere mich noch gut daran, als ich als kleiner Junge mir jedes Jahr vorgenommen hatte, solange wach zu bleiben um meine Mutter dabei zu erwischen, wie sie die Geschenke aus ihrem Versteck holte. Oder aber doch einen Bärtigen Mann heimlich durch das Wohnzimmer schleichen sehe. Für mich war Weihnachten immer eins der schönsten Familienfeste und meine mich liebende Mutter tat alles, um ihren Kindern besinnliche Weihnachten zu beschweren. Ich kann mich an kein einziges Fest erinnern, an dem ich nicht zufrieden auf dem Wohnzimmerboden saß und mit etwas spielte, was ich so sehr begehrte.

 

Oft habe ich mir Monate vorher in einem kleinen Lego Katalog meine „Wunsch „Burg“ ausgesucht und sie bereits in meinen Gedanken erkundet. Ich hatte damals als Kind schon die Eigenschaft in meiner Fantasie mit meinem Wunsch zu spielen und eine komplette Handlung aufzubauen ohne das ich das Geschenk hatte. Am Weihnachtsabend packte ich denn erwartungsvoll mein Geschenk aus und jedes Mal wusste der Weihnachtsmann, was ich mir gewünscht hatte. Während die Erwachsenen den Abend langsam ausklingen ließen, zog ich mich bereits zurück und baute die Burg auf, um am nächsten Morgen gleich damit spielen zu können.

 

Meine Wünsche veränderten sich mit dem Älter werden und aus bunten Bausteinen wurden Playstation und Nintendo Spiele. Auch hier konnte ich immer sagen, dass der Weihnachtsmann einen guten Draht zu meiner Mutter hatte.

 

Ich bin froh zu den Kindern zu gehören, die sagen können, dass immer Ihre Wünsche erfüllt wurden und es macht mich traurig, dass es viele Familien gibt, bei denen es anders verlief.

 

Heute mit fast 30 Jahren ist der Gedanken nach Geschenken eher rückläufig. Ich bin zufrieden, wenn die Familie glücklich zusammenkommt und es ein leckeres Essen gibt. Meine Mutter schafft es jedes Mal, die Familie glücklich und satt zu bekommen und dafür danke ich ihr sehr.

 

Für mich war es jetzt das dritte Weihnachten ohne einen Partner an meiner Seite. Ohne einen mich liebenden Mann für den es sich gelohnt hätte meine Wohnung zu schmücken, gemeinsam einen Weihnachtsbaum zu kaufen und spät am Abend eine zweite Bescherung zu veranstalten. Das dritte Jahr an dem ich nicht meinen Freund im Bett in den Arm nehmen konnte und um ihm zu sagen das ich ihn liebe.

 

Mich macht die Tatsache nicht traurig, sondern eher nachdenklich und schwermütig. Ich weiß nicht was das Jahr 2019 für mich parat hält, doch der Wunsch nach einem Weihnachtsfest mit einem Mann an meiner Seite wächst Jahr für Jahr. Abends alleine in meinem Auto nachhause zufahren fühlt sich unerfüllt an, einsam. Doch von dieser Einsamkeit spürte ich im Kreis meiner Familie nichts. Wir lachten herzhaft und vergasen unsere Sorgen für diesen Abend. Ich danke meiner Mutter das sie Jahr für Jahr sich so viel Mühe gibt, die Familie glücklich zu machen und es ihr auch immer wieder gelingt.

 

Ich bin optimistisch, dass das Jahr 2019 mein Jahr werden wird. Es ist der Vorplatz eines großen Bahnhofs an dem einen Zug mit der Aufschrift „Optimismus“ auf mich warten wird, der mir völlig neue Orte, Chancen und Gefühle geben wird. Ich hoffe das auch Du schöne Weihnachten hattest und falls das nicht der Fall war, auf dem Vorplatz des Bahnhofs ist noch viel Platz für andere Reisende. Ein Mensch mit einem reinen Herzen darf niemals sein Optimismus und sein Glauben verlieren und besonders nicht an Weihnachten. Dabei spielt es keine Rolle ob du Weihnachten „feierst“, weil dein Glaube das von die verlangt oder ob du Weihnachten „feierst“, weil es dir einfach gefällt.

 

Komm nehme meine Hand, steige mit mir zusammen in den Zug und unsere Reise beginnt noch heute. Einsame Herzen werden durch die Einsamkeit nicht schwächer sondern ihr Ruf nach Liebe und Geborgenheit wird immer größer. Diese Kraft wird Dich in die Arme deinen „Dreamys“ führen, das verspreche ich Dir.

 

Frohe Weihnachten!

 

Denny Peletier

 

 

 

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