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Neuer Arbeitgeber

Erstaunlich wie lange mein letzter Blog Eintrag doch Tatsache her ist. Was ist seitdem passiert? Mega viel! Abgesehen das ich einen kompletten neuen Jobwechsel durchlebt habe, habe ich auch die Liebe meines Lebens kennengelernt, meinen Freund Maxim. Ich glaube ich war selten so glücklich wie mit ihm.

 

Die Zeit vergeht wie im Fluge und aus den kalten kurzen Wintertagen sind nun die ersten warmen Sommertage geworden. Naja ok, Sommer vielleicht nicht aber es ist warm, ich brauche keine Jacke mehr und das T-Shirt Wetter kommt immer näher.

 

Diesen Blog habe ich damals eingeführt um meine Gedanken mit EUCH zu teilen – das wird nun wieder regelmäßiger passieren. Mein Leben ist nun wieder in einer gewissen Routine, in der ich mir zwar wünschen würde das mein Tag 48 Stunden hätte, doch das Schreiben darf nun nicht mehr zu kurz kommen.

 

 

Abgesehen von meiner Partnerschaft die ich seit Januar genießen darf, hat sich auch in meiner beruflichen Laufbahn eine Menge getan. Ich habe es vor langer Zeit genau hier mal niedergeschrieben, dass ich einem Unternehmen „gedient“ habe, welches mich stark ausgebeutet hat. Menschen wurden wie Ressourcen behandelt und wenn diese Ressource nicht mehr profitabel war, wurde sie entsorgt – Schlimm. Sieben Jahre meines Lebens habe ich einem menschlichen Tyrannen gedient der eine Struktur der Angst und Unterdrückung verwaltet hat. Betriebsrat? Nein! Wer allein das Wort nur ausgesprochen hatte, hatte kurzerhand eine Kündigung im Postfach.

 

Jetzt, wo ich dem Unternehmen entkommen bin, schäme ich mich. Nicht etwa, weil ich Teil dieser Tyrannei war, sondern dass ich nicht auf mich selbst mich gehört habe. Wieso habe ich sieben Jahre meines Lebens verschwendet. 60h die Woche zu arbeiten, war für mich damals völlig normal. Natürlich, als Führungskraft in diesem Unternehmen wurde nichts anderes erwartet, auch nicht, wenn der eigne Arbeitsvertrag eine geregelte Arbeitszeit von 38h die Woche vorschrieb. Man wurde bewusst mit Aufgaben überhäuft und es kam im Winter oft vor, dass ich die Sonne nicht sah. Mein Arbeitgeberort hatte keine Fenster, nur eine Tür mit einem Sicherheitsbeamten. Dieser hatte die Aufgabe, jeden Abend die Tasche des Mitarbeiters zu durchwühlen, um zu schauen ob er geklaut hatte. Vertrauen? Nein, Kontrolle!

 

Ich arbeitete bis zur späten Stunde, und als ich meinen Arbeitsbunker verlassen hatte, war die Sonne bereits längst untergegangen. Schnell nachhause, essen, Katzen füttern und ins Bett. Ende des Tages.

 

Sieben Jahre habe ich das mitgemacht, sieben Jahre meines Lebens! Natürlich kam mir oft der Gedanke, warum ich das mitmache, warum ich mir nicht einen neuen Job Suche. Meine Qualifikationen waren durchweg gut und es wäre für mich leicht gewesen etwas neues zu finden. Ich möchte ehrlich zu Euch sein, Geld. Ich habe für einen guten Verdienst ein wenig meiner Gesundheit verkauft. Verrückt wie schnell ein Arbeitgeber aus dir einen Zombie machen kann.

 

Nun bin ich aber richtig froh, dass ich einen Job gefunden habe der zu mir passt. Ein Job wo ich Menschen auf eine positive Art fördern und unterstützen kann. Es gibt mir ein gutes Gefühl am Ende des Tages einfach etwas zurück gegeben zu haben.

 

Wenn einer von Euch aktuell in einem Job „gefangen“ ist und merkt wie unglücklich ihn das macht, möchte ich dir einen Rat geben! Such dir etwas Neues, egal wie lange es dauert. Kein Job ist es Wert sich deswegen schlecht zu fühlen! Wir wissen aktuell, dass wir nur einmal leben, also warum dieses eine Leben für einen Job verschwenden, der es dir nicht dankt? Jeder Mensch sehnt sich nach einer gewissen Anerkennung für seine Arbeit - und das ist auch völlig ok!

 

Ich habe mich weiterentwickelt, Veränderungen zuzulassen hat etwas mit Stärke zu tun! Ich bin froh das dieses Kapitel meines Lebens nun abgeschlossen ist und ich eine neue Seite aufgeschlagen habe!

 

Geiz ist halt nicht immer Geil, besonders nicht wenn es um qualifizierte Personalführung geht!

 

Euer Denny

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Tina (Samstag, 25 Mai 2019 17:17)

    Hallo Denny!

    Erstmal danke, dass Du so offen darüber redest und ganz vielen Menschen mit deiner Positiven Art, Mut machst.

    Ich kann Dich nur all zu gut verstehen. Bei mir ist es so weit gekommen, das ich am Ende an Depressionen erkrankt bin und seit dem in Frührente bin und das mit gerade mal 35 Jahren.

    Ich wünschte, ich hätte damals auch die Kraft dazu gehabt aber ich gucke jetzt Positiv in die Zukunft.

  • #2

    03Chris984 (Samstag, 25 Mai 2019 17:28)

    Lieber Danny,
    100 pro richtig was du schreibst!
    Auch ich hab eine Weile gesucht, bis ich den Arbeitgeber gefunden habe, wo ich meine Arbeit ordentlich machen kann. Ich bin in einer leitenden Position, werde auch angenommen und kann bei Problemen auch offen mit dem Chef reden.
    Auch ich kann nur sagen, wenn euch was nicht passt, muss man darüber sprechen oder eben einen Schlussstrich ziehen.
    Arbeitnehmer sind ihn manchen Branchen ein heißbegehrtes Gut, gerade in meinem Beruf als Handwerker.

    MfG Chris

  • #3

    Sunny Sunshine (Samstag, 25 Mai 2019 17:37)

    Hallo Denny,

    ich kann dich voll verstehen. Wir Arbeitnehmer werden heutzutage leider nicht mehr als Mensch betrachtet sondern nur noch als Werkzeug / Maschine. Funktioniert man nicht mehr wie man soll wird man aussortiert. Dabei sollten Arbeitgeber doch wissen nur ein zufriedener Arbeitnehmer ist ein guter Arbeiter.

    Mfg Sandra

    Ps übrigens ich komme von instagram �

  • #4

    Norman (Samstag, 25 Mai 2019 20:34)

    Mega! Versteh dich total und freu mich das du was Neues gefunden hast mein guter! Bleib positiv.